Heute war auf dem Cnet Alpha Gadget-Blog nachzulesen, dass sich laut einer Studie, die das das Institut Synovate Kids+Teens Ende November durchführte, 54 Prozent aller Sechs- bis Zwölfjährigen in Deutschland, ein Computerspiel zu Weihnachten wünschen! Dabei wünschen sich nicht mehr nur Jungs eines der vielen Spiele, die den Markt überfluten, sondern auch Mädchen, die inzwischen genauso gerne zocken, wenngleich auch mit anderen Interessenschwerpunkten!
Das ist immerhin mehr als die Hälfte aller Befragten und so liegt die Frage nah, ob Computerspiele in diesem jungen Alter gefährlich sind und auf was Eltern beim Kauf der Games achten sollten:
- Grundsätzliches: Computerspiele gehören zu einem Jugendphänomen, das viele Eltern verunsichert. Besonders schwierig wird es, wenn sich Kinder für brutale Games interessieren und Gewalt so zum Spiel wird. Die Experten-Initiative 'Schau Hin' rät hier vor allem eins: nicht in Panik verfallen, denn auch wenn Ihr Kind Fan von Ballerspielen ist, so heißt das nicht, dass es zwangsläufig zu einem Gewaltverbrecher wird. Denn zur Entwicklung der Persönlichkeit sind weitaus mehr Faktoren wichtig, als welches Computerspiel ihr Kind spielt!
- Vorsicht ist Geboten: Trotzdem sollten sie genau hinschauen, welches Spiel ihr Kind konsumiert und vor allem wie lange es Zeit damit vor dem Computer verbringt. Denn wissenschaftliche Studien beweisen eindeutig, dass der übermäßige Konsum zu einer erhöhten Toleranzgrenze von Gewalt führen kann!
- Achten Sie auf die Altersangabe auf den Spielen: die meisten Spiele sind mit einer Altersangabe versehen. Legen Sie beim Kauf Wert auf ein altersgerechtes Spiel für Ihr Kind.
- Exzessiver Konsum kann schädlich sein. Dass Verbote meistens keine sinnvolle Lösung für Kinder darstellt, ist den meisten Eltern bekannt. Deshalb sollten Sie an Stelle, klare Richtlinien mit ihrem Kind gemeinsam definieren. Eine bestimmte Zeitdauer für das Spiel kann hier hilfreich sein und schützt das Kind dabei gleichzeitig vor einem unkontrollierten, exzessiven Konsum!
- Machen Computerspiele süchtig? Grundsätzlich ist diese Frage mit NEIN zu beantworten: die Games allein machen nicht süchtig. Allerdings besteht eine Suchtgefahr wenn mehrere Faktoren, wie Stress in der Schule oder Zuhause zusammenkommen und Kinder versuchen sich in die virtuelle Spiele Welt zu flüchten. Bei Eltern sollten die Warnsignale aufleuchten, wenn es ihre Kinder bevorzugen Zeit vor dem Computer und nicht mit Freunden zu verbringen. Auch sich verschlechternde Schulleistungen können ein Anzeichen für Sucht(Gefahr) sein!
Fazit: Das Phänomen der Computerspiele und insbesondere der so genannten Ego-Shooter wurde in den vergangenen Jahren immer wieder heiß in den Medien diskutiert. Viele Eltern sind völlig ratlos, wenn ihre Sprösslinge sich auf einmal für eines der Gewaltspiele interessieren. Grundsätzlich ist jedoch festzuhalten, dass der Konsum der Games, so lange er in einem geschützten Rahmen abläuft, keine negativen Folgen für Kind hat. Eltern sollten sich deshalb genau informieren, ihre Kinder bis zu einem bestimmten Alter nicht allein mit dem Computer lassen (nähre Informationen über empfohlene Altersgrenzen finden Sie auf Eltern.de) und auf ein altersgerechtes Spiel achten. Darüber hinaus gilt, dass Aggressivität bei Kindern oft ein Ausdruck einer ganzen Anzahl von Problemen sein kann und die Computerspiele lediglich als Auslöser und Transformator dienen. Schauen Sie deshalb auch genau in das Umfeld ihres Kindes und versuchen Sie im Gespräch mit ihren Nachkommen zu bleiben!
Weitere Informationen:
(Bildquelle: http://www.dbf.de/2007/01/)









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