So lautet zumindest die These von Sandy Duncan, ehemaliger
Geschäftsführer des Microsoft Xbox Europa-Teams und heute Mit-Gründer des Unternehmens ‚yoyogames’, das sich durch das
Computerspiel-Entwicklungssystem „Game Maker“ einen Namen in
der Spielerszene machen konnte.
Duncan rechnet damit, dass die klobigen Boxen, die unter
hohen Produktionskosten hergestellt werden und die wir heute noch so gern an
große Flachbildfernseher anschließen, in 5 bis 10 Jahren durch web basierte
Versionen ersetzt werden:
“The industry is
fundamentally driven by technology. I think dedicated games devices i.e.
consoles (and handhelds) will die [out] in the next 5 to 10 years. The business
model is very risky and the costs associated with creating new hardware are
incredibly high (…)” (Quelle: thatvideogameblog)
Unterstützt wird diese Entwicklung, so Duncan, durch die
zunehmende Verbreitung von schnellen DSL-Breitband-Verbindungen, die die
gesamte Spieleindustrie umstrukturieren könnte:
“[Look] at how quickly Popcap or Oberon are growing, or look at what has happened to World of Warcraft in the last 3 to 4 years as so many more homes have easy access to decent broadband services. Maybe you’ll see YoYo Games competing with EA in 5 years… [and] why not ?” (Quelle: thatvideogameblog)
Ein Blick in die eignen Reihen unterstützt Duncan’s
Argumentation – schnelle Rechner, viel Speicherplatz, eine flotte
Internetverbindung und vor allem keine zusätzlichen Kosten für Hardware haben
schon so Manchen weg von der klassischen Konsole hin zum Rechner und in die unendlichen
Weiten des Webs gelockt. Auf der anderen Seite muss angemerkt werden, dass eine
Spielekonsole heute nicht mehr nur einfach eine Spielekonsole, wie zu den guten
alten ‚Atari –Zeiten’, ist. Integrierte WLAN-Schnittstelle mit direkten Zugang
zur Gamers Community (siehe Xbox live) oder DVD – oder nun ja auch Blueray-
Unterstützung (siehe PlayStation3) machen Spielekonsolen zu einer sehr viel
differenzierteren und komplexeren Anschaffung.
In einem nächsten Schritt dieser Überlegung lässt sich
jedoch feststellen, dass sich diese Diskussion nicht nur allein um die Frage
von Computerspielen oder Konsolen dreht. Vielmehr spiegelt sie die Entwicklung
weg von unhandlichen und nicht konservierbaren Formaten hin zur digitalen Lösungen wieder – die Musik- und Filmbranche befindet sich nicht ohne Grund in eine
ihrer schwerwiegendsten Krisen überhaupt.
Mit einen Blick auf den Online-Handel für
das Weihnachtsgeschäft 2007, in dem die Nintendo Wii zu den beliebtesten
Geschenken unter europäischen Weihnachtsbäumen gehörte, verdeutlicht jedoch dass
die Hersteller bisher sehr gut Schritt halten können und weit von einer Krise
entfernt scheinen. Dennoch ist fragwürdig ob sich dieser Trend auch in den
folgenden Jahren so halten kann. Ich
persönlich bezweifle dies stark und - wenn ich an dieser Stelle einmal
futuristisch Mutmassen darf – gehe davon aus dass wir uns schon bald von
sämtlichen Geräten unter dem heimischen Fernseher – inklusive Spielekonsole –
verabschieden werden. Wie seht ihr das – ‚nicht ohne meine PlayStation’ oder
„es war einmal: die Xbox – eine unendliche GESCHICHTE“?




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