Auch in Deutschland profitiert man von dem anhaltenden
Boom im Internet Bereich – das belegen die Zahlen einer Studie des „Startup
Watchers“ Deutsche-startups.de! Zählte man im Jahr
2005 lediglich 50 und 2006 dann bereits 97 neu registrierte Web Unternehmen so
waren es im Jahr 2007 323– das entspricht einen beachtlichen Zuwachs von gut
30%. Die meisten dieser neuen Internet Firmen konzentrieren sich dabei auf den
Bereich Social Communities und Online Shopping.
Ob 2008 ein ebenso erfolgreiches Jahr für die deutsche
Ökonomie wird bleibt jedoch skeptisch abzuwarten. Alexander Huesing, Redakteur
des Magazins geht davon aus, dass 2008 zwar weitere Firmen auf den Markt
strömen werden, der Höhepunkt des Startup Booms jedoch 2007 erreicht wurde.
"The
2007 boom year won't be topped," he said in a statement. "But the
number of start-ups (in 2008) will probably end up being significantly higher
than it was in 2006." (Quelle: Reuters)
Nachfolgend eine Auswahl verschiedener Startups, Jahrgang 2007:
- 1-2-3family Familiennetzwerk
- Shoppero Social-Commerce-Plattform
- Experto Internetratgeber
- Exxplain Internetlernplattform
- AdShopping Online-Marktplatz für Links
- Spacecook Koch-Community
- Beeings Online-Plattform für private Dienstleistungen
- BeatJoe Umfragen- und Tippspiel-Community
- Blogage Blognetzwerk
Insgesamt kann also von einer überaus positiven Entwicklung für die deutsche Startup Szene gesprochen werden. Die Frage, die dennoch im Raum stehen bleibt ist, welche der Firmen sich auch längerfristig im World Wide Web durchsetzen werden. Denn auch wenn neue Unternehmen wie Pilze aus dem Boden sprießen, kann der derzeit nicht wirklich von Innovation auf dem deutschen Markt gesprochen werden. Zu den erfolgreichsten Geschäftsmodellen zählen derzeit die deutschen Versionen, meist US amerikanischer Vorbilder:
Ein größeres Problem könnte jedoch die „Kopiererei“
untereinander darstellen. Allein ein Blick in Richtung Social Communities
verdeutlicht wie viele Firmen versuchen auf den „Zug des Erfolges“
aufzuspringen und ihr Stück vom Kuchen abzubekommen. Ungeschlagen auf Platz 1
„StudiVZ“ mit seiner merkwürdigen Datenschutzphilosophie, gefolgt von
zahlreichen anderen Networks wie Lokalisten, Knuddels, Studi.net, Wer-Kennt-Wen um nur einige zu nennen. Hier wird es über die Zeit
hinweg sicherlich eine Bereinigung geben, die nicht für alle beteiligten Firmen
positiv ausfallen wird.
Als Fazit kann mit Fug und Recht von einer positiven
Entwicklung für die deutsche Startup-Szene gesprochen werden und auch wenn für
das Jahr 2008 nicht von einer weitren Steigerung ausgegangen werden kann, ist
die in vielen Kreisen erwartet Trendwende und der damit verbundene Untergang
des Web2.0 noch lange nicht in Sicht!
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